Presseinformation

18.11.2020

Situation am Theater

Statement von OB Steffen Scheller und Aufsichtsratschef Dr. Wolfgang Erlebach

 

OB Steffen Scheller erklärt: „Das Brandenburger Theater ist mit seinen Brandenburger Symphonikern das Aushängeschild des kulturellen Spielbetriebs in unserer Stadt. Mit dem im April 2020 neu berufenen Chefdirigenten Olivier Tardy und der im letzten Jahr berufenen Geschäftsführerin Christine Flieger stehen wir hier mitten in einem Umbruchprozess.

Über die dabei entstandenen und zuletzt zugespitzten Differenzen habe ich in den vergangenen Monaten viele Gespräche geführt, sowohl mit dem Chefdirigenten, der Geschäftsführerin, dem Aufsichtsratsvorsitzenden und auch Mitgliedern des Orchestervorstands, des Betriebsrates des Theaters und des Kulturministeriums.

Alle Beteiligten habe ein großes Interesse daran gezeigt, an einer positiven Zukunft für unser Haus und unsere Brandenburger Symphoniker zu arbeiten. Es gab auch Übereinstimmung darin, für diesen Prozess der Neuordnung auch externe Unterstützung und Beratung durch fachliche Dritte einzubeziehen.

Wir haben dabei auch über die dafür notwendige gegenseitige Offenheit und das gegenseitiges Vertrauen gesprochen.

Ich habe das auch nochmals persönlich gegenüber Herrn Tardy zum Ausdruck gebracht und meinen Wunsch und meine Hoffnung geäußert, dass er diesen Prozess weiter als Chefdirigent begleitet. Ich betone auch gerne nochmals öffentlich meinen Wunsch und die Hoffnung der Brandenburger, dass Herr Tardy sein seit April öffentlich erklärtes Chefdirigat in den kommenden Spielzeiten ideenreich und mit eigener künstlerischer Handschrift ausüben kann. Die durch die zahlreichen coronabedingten Beschränkungen im Wesentlichen ausgefallene Spielzeit 2020/2021 wird dafür kein Beispiel sein.

Ich bin bereits im Vorfeld des angesprochenen Umbauprozesses mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden dahingehend übereingekommen, dem Chefdirigenten für die Produktionen des Orchesters mehr eigenen Entscheidungsspielraum auch hinsichtlich des Budgets zukommen zu lassen.“

 

Theater-Aufsichtsratschef Dr. Wolfgang Erlebach erklärt dazu: „Ich habe für morgen zu einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung eingeladen, um die aktuelle Situation zu besprechen.

Die bestehenden Probleme und gegenseitigen Differenzen haben wir bereits begonnen, strukturiert zu besprechen und geordneten Lösungen zuzuführen.

Hierzu wird der Aufsichtsrat einen Vorschlag unterbreiten, ebenso zum Umgang mit größeren Budgetverantwortlichkeiten und Perspektiven des Leitungskreises des Hauses. Gleichzeitig darf dabei die Gesamtverantwortung der Geschäftsführung für den vom Aufsichtsrat und vom Hauptausschuss beschlossenen Wirtschaftsplan nicht außer Acht gelassen werden.“